Wie wurde der FCK 1990/91 Deutscher Meister?
Am 15. Juni 1991 sicherte sich der 1. FC Kaiserslautern unter Trainer Karl-Heinz Feldkamp seine dritte Deutsche Meisterschaft nach 1951 und 1953 – und den ersten Titel seit Einführung der Bundesliga. Die Entscheidung fiel am letzten Spieltag mit einem 6:2-Auswärtssieg beim 1. FC Köln. Der FCK beendete die Saison mit 48:20 Punkten (19 Siege, 10 Unentschieden, 5 Niederlagen bei noch geltender Zwei-Punkte-Regel) und einer Tordifferenz von 72:45 – eine Überraschung, nachdem die Mannschaft im Vorjahr nur Zwölfter geworden war. Es war zugleich die erste gesamtdeutsche Bundesliga-Saison nach der Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990: Die Liga wurde durch den Aufstieg der beiden besten Teams der aufgelösten DDR-Oberliga auf 20 Vereine aufgestockt. Tragende Spieler des Meisterteams waren Kapitän Stefan Kuntz (27 Spiele, 11 Tore), Bruno Labbadia (22 Spiele, 9 Tore), Demir Hotić (29 Spiele, 9 Tore) und Guido Hoffmann (29 Spiele, 7 Tore) sowie Torwart Gerry Ehrmann (33 Spiele). Für Aufsehen sorgte am 12. Spieltag ein aus dem FCK-Fanblock geworfenes Feuerzeug, das Schiedsrichter Wolf-Rüdiger Umbach am Kopf traf – die Partie wurde dennoch fortgesetzt.